Die Mobilität der Zukunft: Quo vadis?

Es tut sich etwas in Sachen Mobilität: Das steigende Verkehrsaufkommen und die zunehmenden Beförderungsbedarfe – insbesondere in deutschen Städten und Ballungszentren – bringen den heutigen Personenverkehr an seine Grenzen und erfordern innovative Mobilitätslösungen. Das Pariser Abkommen gibt ein deutliches Signal für einen grundlegenden Wechsel und erhöht mit den darin festgelegten Klimaschutzzielen den Handlungsdruck auf die Wirtschaft, Industrie und Politik. Die Mobilität der Zukunft ist multimodal, nachhaltig und intelligent, damit unsere Städte lebenswert und die Menschen mobil bleiben, so lauten daher viele aktuelle Schlagzeilen in den Medien. Doch wie sieht zukunftsfähiges Reisen aus, welche Entwicklungen und Herausforderungen gibt es und welchen Beitrag kann das Thema Digitalisierung hinsichtlich der Mobilität von Morgen leisten?

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Multimodale oder intermodale Mobilität – was denn nun?

Die Mobilität der Zukunft ist ein „Milliarden-Markt“ für neue Verkehrskonzepte. Die Frage, wie innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte aussehen und jedem Menschen das Unterwegssein erleichtern können, beschäftigt immer mehr Unternehmen, als auch die Politik. Geht es um die die Mobilität von morgen, fallen oft die Schlagwörter „multimodales“ und „intermodales“ Reisen. Dabei geht es um bereits alltägliche Phänomene, doch fallen darunter auch neue Visionen und Konzepte, die unser Reiseverhalten in naher Zukunft effizienter und klimafreundlicher gestalten und revolutionieren sollen.

Das Wort „multimodal“ beschreibt im Wesentlichen nichts weiter als die Nutzung mehrerer, verschiedener Verkehrsmittel statt nur einer Mobilitätsform: Geteilte Autos und Fahrräder, der schnelle Umstieg von PKW auf Schiene. Diese Verhaltensweise kann vor allem Berufspendlern zugeschrieben werden, die innerhalb einer Woche für den immer gleichen Weg zur Arbeit mehrere Transportmittel verwenden und somit multimodal unterwegs sind. Das sogenannte „intermodale Reisen“, das unser Mobilitätsverhalten besonders in der jüngeren Vergangenheit revolutionieren konnte und unsere Mobilitätsbedürfnisse auch in Zukunft erheblich beeinflussen wird, umschreibt die Nutzung mehrerer Transportmittel auf nur einer Reise. Ein Beispiel: Eine Fahrt von A nach B wird in erster Instanz mit dem Taxi zurückgelegt, danach geht es mit dem Zug weiter und die letzte Meile zum Zielort wird ein Carsharing-Fahrzeug genutzt. Nicht selten kommen auf intermodalen Reisen drei bis vier unterschiedliche Mobilitätsformen zum Einsatz. Kombinationen aus Bikesharing, Carsharing, Zug, Mietwagen, Taxi oder Bus sind möglich, für viele sind sie bereits alltäglich.

Noch vor wenigen Jahren hat die Nutzung mehrerer unterschiedlicher Verkehrsmittel angesichts ihrer hohen Komplexität viele Menschen abgeschreckt. Der fortschreitende Ausbau der Infrastruktur vielerorts, die zunehmende Etablierung von stationsgebundenen und free-floating Mobilitätsdiensten, sowie die digitale Vernetzung mehrerer Verkehrsmittel hat das intermodale Reisen in mehrfacher Hinsicht erleichtert.

 

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Innovative Ansätze und neue Technologien

Städtewachstum, Staus, Lärmbelastung, Parkplatznot und Fahrverbote – die heute noch vom Individualverkehr dominierte Mobilität wird sich in Zukunft stark verändern. In den Fokus rücken Themen wie Elektromobilität, Shared mobility, autonomes Fahren, Hyperloops, Drohnen- und Flugtaxis. Dazu liefert die technische Entwicklung aussichtsreiche innovative Ansätze, um den Personen- sowie Güterverkehr zu revolutionieren.

Sogenannte „Shared mobility-Konzepte“ werden beispielsweise zur effizienteren Straßennutzung eingesetzt, um dem steigenden Verkehrsaufkommen zu begegnen. Beim Ride-Hailing, einer möglichen Ausprägung geteilter Mobilität, können vor allem Städter über verschiedene App-Anbieter eine vorwiegend private Mitfahrgelegenheit finden und direkt über die App buchen. Diese kommerziell betriebene Art von Shared mobility wird in Deutschland allerdings durch die gesetzlichen Regelungen zur Personenbeförderung stark eingeschränkt. Ein weiterer Ansatz von Shared mobility ist das Carsharing. Egal ob stationsbasiert oder free-floating, beim Carsharing werden Pkws direkt von einem kommerziellen Dienstleister gemietet. Die Etablierung und der Erfolg von Carsharing-Diensten wird von der Fahrzeugabdeckung und der daraus resultierenden „ersten Meile“ der Kunden maßgebend beeinflusst. Dazu reihen sich in mittelbarer Zukunft autonom fahrende Robo-Taxen und -Shuttles, die vom Fahrgast ganz einfach per App gerufen werden können und ihn ohne lästige Parkplatzsuche am Zielort absetzen, sich eigenständig aufladen oder betanken und bei Bedarf zur Wartung oder Reparatur autonom fahren. All diese Optionen zielen letzten Endes auf eine effizientere Nutzung vorhandener Infrastruktur, insbesondere des innerstädtischen Straßennetzes ab und verändern die Nutzung von Automobilen innerhalb bestehender Rahmenbedingungen sowie innerhalb des bestehenden Verkehrsbildes maßgeblich.

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Es entstehen derzeit aber auch Konzepte, die oftmals noch an „Science Fiction“ erinnern. Diese Lösungsansätze schlagen neue Wege ein, fernab der bestehenden Verkehrsräume und tragen den unterirdischen Verkehr in die Ferndistanz und den Luftverkehr in den städtischen Raum. Ein Beispiel sind über 1.000 km/h schnelle, unterirdische Hyperloop-Kapseln oder autonom fliegende Drohnen-Taxis, die voraussichtlich bereits im kommenden Jahrzehnt massenmarkttaugliche Realität werden können. Bei diesen Ansätzen stehen aktuell jedoch noch die technische Umsetzbarkeit sowie sicherheitsbedingte Regelungen im Vordergrund.

Egal ob unter der Erde, auf der Straße oder im Luftraum – letztlich entscheidet der Nutzer, welches Transportmittel er für welche Zwecke nutzt und wie viel er bereit ist, zu zahlen. Daher ist es von großer Bedeutung den Nutzer in den Mittelpunkt all dieser Entwicklungen zu stellen und aus Nutzersicht ein möglichst überzeugendes und bezahlbares Gesamtkonzept anzubieten, um sich als Anbieter langfristig durchsetzen zu können.

 

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Digitalisierung als Treiber neuer Mobilitätskonzepte

Die Digitalisierung ist in aller Munde: Seit einiger Zeit konzipieren und verproben daher nicht nur Automobilhersteller alternative Mobilitätslösungen, sondern auch bisher branchenfremde Technologieriesen wie Google, Apple, Amazon oder Airbus nutzen ihr Know How, um neue Geschäftsmodelle im Mobilitätssektor aufzubauen. Daneben treten auch komplett neue Organisationen und Startups in den Markt ein, teilweise gegen, teilweise gemeinsam mit den bisherigen „Playern“ der Branche, um mit kostengünstigen, effizienten, bequemen und umweltfreundlichen Konzepten die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Digitale Insellösungen stellen sich jedoch bereits als wenig attraktiv heraus. Nutzer erwarten verkehrsartenübergreifenden Lösungen, die die flexible Nutzung sämtlicher Mobilitätsarten abdecken, um somit das multi- sowie intermodale Reisen zu unterstützen. Damit diese Art des Reisens alltagstauglich wird, bedarf es digitaler Anwendungen die diese Flexibilität abbilden können.

Ein Beispiel dafür ist MOBIKO – das digitale Mobilitätsbudget als Benefit für Mitarbeiter. Mit MOBIKO stellen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern ein monatliches, flexibel einsetzbares Mobilitätsbudget für den täglichen Arbeitsweg und für die Freizeit zur Verfügung, das für sämtliche Mobilitätsarten – weltweit – verwendet werden kann, ganz gleich ob für Bus, Bahn, Sharing-Dienste und vieles mehr. Mitarbeiter nutzen also verschiedene Mobilitätsangebote ganz nach persönlichem Bedarf, fotografieren ihre Tickets oder laden die Rechnungen in der MOBIKO App hoch. Mit dem nächsten Gehalt werden die Mobilitätsausgaben ganz einfach vom Arbeitgeber rückerstattet. Mit der MOBIKO Webapp können Arbeitgeber Mobilitätsbudgets ihrer Mitarbeiter einfach verwalten und dank des intelligenten Steueralgorithmus maximal steueroptimiert über das jeweilige Lohnbuchsystem des Unternehmens abrechnen.

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