Betriebliches Mobilitätsmanagement 4.0: mehr als Fuhrparkverwaltung

Mobilität entscheidet darüber, ob Menschen ihre beruflichen und privaten Ziele erreichen, ihre persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche miteinander vereinbaren, ihre Lebens- und Arbeitsqualität steigern können. Sie ist zentraler Einflussfaktor eines gelungenen Alltags und damit von hoher Wichtigkeit für jedes erfolgreiche Unternehmen. Aufgrund des zunehmenden Verkehrsaufkommens in deutschen Großstädten und urbanen Räumen, sowie den damit einhergehenden Konsequenzen machen Buzzwords, wie Digitalisierung, Vernetzung und Big Data derzeit die Runde. Um den Folgen des Individualverkehrs entgegenzuwirken und das Thema betriebliche Mobilität auf ein zukunftsfähiges Level zu heben, etablieren Unternehmen neue Instanzen oder verbinden existierende Funktionen zu  einer neuen Einheit, die sich um ein sogenanntes „betriebliches Mobilitätsmanagement“ kümmert. Doch was bedeutet das genau und welchen Beitrag kann das Thema Digitalisierung in diesem Zusammenhang leisten?

 

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Betriebliches Mobilitätsmanagement – was ist das eigentlich?

Das Betriebliche Mobilitätsmanagement (kurz BMM) beschäftigt sich mit allen Aspekten der unternehmerischen Mobilität, ganz gleich, ob es dabei um die Arbeitswege und Dienstreisen von Mitarbeitern oder um die Mobilität von Gütern, Kunden und Besuchern geht. Im Fokus des BMM steht, für sämtliche Stakeholder Mobilität sicherzustellen und den erzeugten Verkehr zu gestalten. Insofern werden im Zuge des BMM sämtliche, vom Unternehmen ausgehende Verkehrsströme und Prozesse analysiert, um Verbesserungspotentiale zu identifizieren. Im Idealfall entsteht daraus ein ganzheitliches, betriebliches Mobilitätskonzept mit einer übergeordneten Mobilitätsstrategie sowie konkreten Maßnahmen für das gesamte Unternehmen. Maßgebend für Unternehmen ist, die richtige Balance zwischen Flexibilität, Effizienz, Sicherheit, Ökologie und Ökonomie zu finden und eine umwelt- und sozialverträgliche Personen- und Gütermobilität zu fördern. Jedoch nicht nur die Betriebe und deren Beschäftigte in der Rolle „handelnde Akteure“ tragen die alleinige Verantwortung für ein vollumfängliches Mobilitätsprogramm, sondern auch die Politik in ihrer Rolle als „rahmensetzende Instanz“.

 

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Erfolgreiches Mobilitätsmanagement durch Perspektivenwechsel

Von der Theorie zur Realität: Stand heute sind viele Organisation, Strategien und Prozesse unzureichend aufeinander abgestimmt. Von der Mobilitätsplanung über Beschaffungsmaßnahmen bis hin zu Abrechnungsthemen gibt es in Betrieben teils voneinander losgelöst handelnde Bereiche. In vielen Organisationen wird unter dem Begriff „Mobilitätsmanagement“ häufig noch die Beschaffung und Verwaltung der Unternehmensflotte verstanden. Themen, wie die Reiseorganisation für Mitarbeiter, Maßnahmen zur Optimierung der Verkehrsabläufe oder Nachhaltigkeitsinitiativen werden dabei oft unabhängig geplant und abgewickelt.

Der Firmenfuhrpark, einst das mobile Herz eines Betriebes, steht jedoch nicht länger im Mittelpunkt, wenn es um die Planung und Steuerung betrieblicher Mobilität geht. Das Thema Mobilität muss als Ganzes betrachtet. Sämtliche Funktionen und Aufgabenbereiche, die sich innerhalb einer Organisation mit dem Thema beschäftigen, müssen dazu eng miteinander verzahnt werden, um betriebliche Mobilität optimal gestalten zu können. Neben der unternehmensinternen Vernetzung braucht es auch eine unternehmensübergreifende Vernetzung mit externen Parteien. Dazu zählen Städte und Kommunen, aber auch relevante Institutionen und Mobilitätsanbieter. Viele Städte und Kommunen bieten beispielsweise Förderprogramme für Unternehmen an, um sie bei der Analyse, Ausgestaltung und dem Aufbau zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte zu unterstützen.

 

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Big Data als Treiber für effiziente Mobilität

Umso größer das Unternehmen und umso höher der Bedarf an Mobilität, umso umfangreicher sind die Arbeitsschritte für die dauerhafte Integration eines effizienten Betrieblichen Mobilitätsmanagements. Aus diesem Grund holen sich viele Organisationen externe Hilfe von Mobilitätsberatungen, Städten und Kommunen, um die Prozessschritte und Inhalte zu strukturieren und umzusetzen. Einer der ersten Schritte ist die Bestandsaufnahme und Analyse der Mobilitätsdaten des Unternehmens. Dazu zählen u.a. die Ermittlung und Analyse der Arbeitswege von Mitarbeitern, der dienstlichen Wege (also Dienstgänge und -reisen der Arbeitnehmer), als auch die Erfassung und Analyse der Wirtschafts- und Lieferverkehre. Erst mit voller Transparenz über alle Mobilitätsdaten lassen sich alle Verkehrsströme, tatsächliche Bedarfe, Kostenstrukturen, Risikopotenziale etc. ermitteln und infolgedessen Optimierungsansätze gestalten. Damit Unternehmen den verfügbaren Datenberg bewältigen können, kommen immer häufiger IT-Lösungen und Software-Tools zum Einsatz, die die Datenflut vorteilhaft verarbeiten und so aufbereiten, dass Mobilitätsverantwortliche in den Unternehmen auf dieser Basis fundierte Entscheidungen treffen können.

 

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Den Wandel gestalten: neue Mobilitätskonzepte sind gefragt

Ohne Umdenken, Vernetzung und Digitalisierung geht es heutzutage nicht mehr. Unsere Lebens- und Arbeitswelt erfordert mittlerweile weitaus mehr Flexibilität, Entscheidungs- und Anpassungsfähigkeit sowie eine hohe Erreichbarkeit. Die Folge: Immer mehr Menschen wollen und müssen mobiler leben, arbeiten und konsumieren und die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend. Egal ob junge Großstädter, international vernetzte High Potentials oder Familien im urbanen Umfeld – sie alle brauchen ein effektives Zeit- und Mobilitätsmanagement für einen reibungslosen Alltag.

Diese Entwicklungen zwingen Unternehmen zu neuen Denkansätzen. Sie sind angehalten, den Mobilitätsbedarf und die Verkehrsmittelwahl ihrer Beschäftigten aktiv mitzugestalten. Doch wie sollen Arbeitgeber die individuellen Mobilitätsbedürfnisse ihrer Mitarbeiter, vom Auszubildenden bis zum Top Management, unter einen Hut bringen und gleichzeitig zur Entlastung der Städte beitragen? Um das zu erreichen sind neue Mobilitätskonzepte gefragt, wie MOBIKO. Mit einem digitalen, flexibel einsetzbaren Mobilitätsbudget für den täglichen Arbeitsweg und für die Freizeit, kann jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit an jedem Ort entscheiden, welches Verkehrsmittel er nutzen möchte, um von A nach B zu kommen. Damit schaffen es Arbeitgeber allen Mobilitätsbedürfnissen ihrer Mitarbeiter gerecht zu werden. Dienstwagenberechtigte Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit einem privaten Pkw erhalten einen attraktiven Anreiz auf ihr Fahrzeug zu verzichten oder zu „verkleinern“, um mit einem Mobilitätsbudget flexibler und nachhaltiger mobil sein zu können.

Sie möchten Ihren Mitarbeitern mit MOBIKO flexible Mobilität anbieten und dabei gleichzeitig zu einem klima- und verantwortungsbewussteren Fortbewegen motivieren? Hier informieren!

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