Auf ein Wort: MOBIKO meets RideBee – die Carpooling-Plattform für Pendler

Unsere Mobilität befindet sich in einem extremen Wandel. Insbesondere die Digitalisierung prägt unser Mobilitätsverhalten wesentlich. Immer mehr App-basierte Geschäftsmodelle und nachfrageorientierte Serviceangebote erobern den Mobilitätsmarkt und tragen dazu bei, dass wir uns morgen komplett unterschiedlich fortbewegen, als wir es heute noch tun – innovativer, flexibler, nachhaltiger.

Um dabei stets auf dem neuesten Stand zu bleiben, tauschen wir uns fortlaufend mit etablierten Playern sowie spannenden Newcomern in unserem Umfeld aus. So auch mit den Gründern von RideBee: Tobias Reinerth, Fabian Seitz und Lukas Mohs.

Wir haben bei den drei Gründern des Münchner Mobility-Startups nachgefragt, welche Rolle sie in der Mobilitätswende einnehmen und wie Sie mit ihrer Plattform dazu beitragen, dass Mitarbeiter künftig effizienter von A nach B pendeln.

 

Hallo RideBees! Was hat euch denn dazu bewegt, euch mit der der Fortbewegung von Berufspendler genauer auseinanderzusetzen?

Hallo MOBIKO! Es ist so, dass das Thema Mobilität einer der größten Herausforderung der urbanen Gesellschaft geworden ist. In Deutschland beträgt der volkswirtschaftliche Schaden rund 100 Milliarden Euro, der jährlich allein durch Staus entsteht. Zum Vergleich: Das entspricht knapp 3% unseres Bruttoinlandsprodukts. Wir sehen ein großes Potenzial darin, mit pragmatischen Ansätzen die gegebene Verkehrsinfrastruktur effizienter zu nutzen. Zum Beispiel durch Bildung von Fahrgemeinschaften zur Arbeit. Davon profitieren Arbeitgeber und Mitarbeiter gleichermaßen und sparen sich täglich Kosten, Zeit und Stress.

Team_RideBee
Das Gründer-Trio des Mobility-Startups RideBee

Wie habt ihr drei zueinandergefunden bzw. zu RideBee gefunden?

Das ist schon etwas länger her. Es hat damit angefangen, dass Tobias schon zu seinem Studienbeginn – das war im Jahr 2011 – eine Facebook- Gruppe ins Leben gerufen hat, mit der sich  Studenten aus seinem Landkreis Fahrgemeinschaften organisierten konnten. Die Idee zur Initiierung dieser Gruppe kam auf, weil Tobias während seines Studiums selbst rund 40 km (einfach) zu seinem Campus nach Garching pendeln musste. Doch die Fahrgemeinschaften sind damals aufgrund fehlender Partner zur passenden Zeit (Fahrer-Mitfahrer-Matching), aber auch wegen komplizierter Absprachewege oft nicht zustande gekommen.

2014 lernte Tobias dann Lukas während eines Auslandssemesters in Melbourne kennen, der die Pendelproblematik bereits aus Stuttgart kannte. Es entstanden immer wieder lange Diskussionen und Überlegungen, wie sich die Ursachen und Konsequenzen der Pendelrepublik Deutschland lösen können. Zwei Jahre später – in den USA – trafen sich Lukas und Fabian, der die gleiche Motivation zur Lösung der Infrastruktur- und Mobilitätsprobleme teilte. Mit der gemeinsamen Vision, eine positive Entwicklung für Umwelt und Gesellschaft anzustoßen und daraus ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln, war die Idee von RideBee geboren.

 

Seit 2014 ist sicherlich viel passiert? Wie habt ihr eure ursprüngliche Idee weiterentwickelt?

Richtig, es ist viel passiert. Wir haben eine digitale Fahrgemeinschaftsplattform für Unternehmen entwickelt, die es ihren Mitarbeitern ermöglicht, an Fahrten des täglichen Pendelns teilzunehmen und langfristig wiederkehrende Fahrgewohnheiten einfach zu organisieren. Mit unserer Carpooling-Applikation RideBee adressieren wir vor allem größere Unternehmensstandorte, Gewerbeparks und Kommunen im Städten und Umkreis. Das hat ganz einfach den Hintergrund, dass die meisten Fahrtgemeinschaften dann Zustandekommen, wenn Menschen zu ähnlichen Zeiten zum gleichen Ziel reisen. Entscheidet sich ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern RideBee anzubieten, erhalten diese entsprechenden Zugang und können die App kostenfrei nutzen. Der Mehrwert: Mitarbeiter kommen entspannter zur Arbeit und Firmen können Kosten sparen. Eine Fahrgemeinschaft von vier Personen reduziert die Fahrzeug- und Parkkosten sowie Emissionen um bis zu 75%.

Um den Kreis zu unserer Ursprungsidee wieder zu schließen – im Juli starten wir RideBee mit dem Business Campus München Garching, mit mehr als 6000 Mitarbeitern, die den täglichen Weg zur Arbeit auf sich nehmen (darunter Mitarbeiter von BMW, BOSCH, etc.). Das freut uns natürlich sehr! 🙂

MOBIKO bedankt sich für den spannenden Austausch und interessante Einblicke in den Carpooling-Bereich!

RideBee - die Carpoolingplattform für Pendler

 

 

 

Weitere Informationen zu RideBee: https://www.ridebee.de/

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