MOBIKO meets We Share – den 100% elektrischen Carsharing-Anbieter.

Immer mehr Menschen teilen, statt zu besitzen, und das in immer mehr Lebensbereichen. Besonders Autos werden in Deutschland zunehmend geteilt. Die Anzahl registrierter Nutzer von Carsharing-Diensten in Deutschland ist aktuell auf Rekordhoch und wird Prognosen zufolge auch in den nächsten Jahren stark wachsen. Anfang des Jahres 2019 waren es bereits rund 2,5 Millionen registrierte Carsharing-Nutzer in Deutschland. Im Vergleich zum Jahr 2008 hat sich dieser Wert rund verzwanzigfacht.

Mit dem Corporate Venture Urban Mobility International GmbH (UMI) mischt seit dem Sommer 2019 nun auch der Volkswagen Konzern den Carsharing-Markt auf – allerdings mit einem wesentlichen Unterschied im Vergleich zu etablierten Wettbewerbern: Die Sharingflotte, die unter der Marke We Share betrieben wird, ist 100% elektrisch.

We Share elektrisiert Berlin – spannend, finden wir. Deshalb haben wir uns mit Elisa Schön unterhalten, People Managerin bei Urban Mobility International, um einen ausführlicheren Einblick in den „Zero-Emission“-Carsharing-Dienst We Share und in das Spin-off des Volkswagen Konzerns zu erhalten.

Hallo Elisa! Erzähl uns doch kurz, wer ihr seid und woher ihr kommt.

Hallo MOBIKO! Wir sind Urban Mobility International aus Berlin. UMI ist eine Gesellschaft der Volkswagen AG, die 2018 gegründet wurde, um neue Mobilitätskonzepte zu entwerfen und zu betreiben, die über das eigene Auto hinausgehen – so auch den Carsharing-Service We Share.

Welche Vision verfolgt ihr mit dem vollelektrischen Carsharing-Dienst We Share und wie fügt sich der Service in das Mobilitäts-Ökosystem von Volkswagen ein?

Die UMI bringt sowohl elektrische Fahrzeuge nach dem Sharing-Prinzip auf die Straße, entwickelt aber auch ganzheitliche Mobilitätskonzepte, die das Leben in den Städten schöner und grüner machen sollen. Städte sind Organismen: Sie wachsen und verändern sich Tag für Tag. Flexible und nachhaltige Mobilität hat das Potenzial unseren Alltag und unseren Lebensstil maßgeblich zu verändern. Daher haben wir uns zum Ziel gesetzt, Metropolen mit entsprechenden Mobilitätslösungen in die Zukunft begleiten: Vom Fahrzeugbesitz hin zur individuellen und nachhaltigen Fortbewegung.

Wie man merkt, spielen bei uns vor allem zwei Faktoren in der Fortbewegung eine wichtige Rolle: der Nachhaltigkeits- und der Sharing-Aspekt. Elektromobilität hilft, Städte leiser, sauberer und attraktiver zu machen. Und das Teilen von Fahrzeugen trägt dazu bei, dass es weniger Autos und insofern mehr Platz auf den Straßen gibt. Deshalb steht unser Service We Share für 100% elektrisches Carsharing.

Im Gesamtkontext betrachtet ist We Share Teil der VW-Mobilitätsplattform We. Die Vision von Volkswagen We ist es, eine digitales Ökosystems rund um das Thema Mobilität aufzubauen. Unter diesem Dach entsteht eine übergreifende, digitale Serviceplattform, die alle Angebote bündelt. Neben We Share gehören auch We Park (Parkplatzvermittlung), We Charge (Ladehilfe) und We Experience (Tipps und Empfehlungen) zu dieser Mobilitätsplattform, die darauf abzielt, passende und nachhaltige Angebote für neue Mobilitätsbedürfnisse von Kunden anzubieten.

Wie funktioniert WeShare? Kannst du uns einen kurzen Überblick geben?

Klar. Mit rund 1.500 Elektro-Golf haben wir im Sommer 2019 unseren Carsharing-Dienst in der Bundeshauptstadt gestartet. Unser Angebot deckt dabei ein rund 150 Quadratkilometer großes Gebiet ab, vom Stadtzentrum bis über den Berliner S-Bahnring hinaus. We Share funktioniert nach dem „Free-Floating“-Prinzip: Die Autos können ohne feste Stationen überall im Geschäftsgebiet angemietet und wieder abgestellt werden. Jeder Führerscheininhaber ab 21 kann We Share nutzen. Gebucht werden die Fahrzeuge digital per App. Hierzu müssen sich die Nutzer unsere We Share App auf ihr Smartphone herunterladen und sich einmalig registrieren. Grundsätzlich werden drei verschiedene Tagestarife zu durchschnittlich 0,29 Euro pro Minute angeboten. Bezahlt werden die Fahrten per Kreditkarte. Sinkt der Ladestand unter ein bestimmtes Niveau, werden sie von VW an eine Ladestation gebracht und mit Ökostrom aufgeladen. Kunden, die den E-Golf selbst an eine Ladestation anschließen, erhalten sogar einen Bonus. 😊

Carsharing-Angebote gibt es mittlerweile einige – vor allem in Berlin. Wie kommt der 100% elektrische Carsharing-Service bisher an?

Unser Carsharing-Service WeShare ist überaus erfolgreich in Berlin gestartet. Seither verzeichnen wir auch stetig wachsende Nutzerzahlen. Besonders geschätzt wird von unseren Kunden der Ansatz des vollelektrischen Carsharings, das eine emissionsfreie und geräuschlose Fortbewegung bietet und damit Komfort mit Nachhaltigkeit in einem Angebot zusammenbringt. Zudem erfreuen wir uns hoher Aktivitätsraten bei bestehenden Nutzern, und das spiegelt sich auch in positivem Kundenfeedback und Bewertungen wider.

Bisher cruisen also die Berliner mit euren E-Golfs durch die City. Wie geht es mit WeShare weiter bzw. was sind eure nächsten Schritte?

Richtig. Aktuell wird We Share nur in Berlin angeboten. Wir planen jedoch den Service in weiteren Städten wie Prag und Hamburg auszurollen. Zudem sollen Anfang 2020 noch 500 weitere Sharing-Fahrzeuge des Modells E-Up hinzukommen. Sobald die neue Elektroserie I.D. Mitte 2020 auf den Markt kommt, möchten wir auch diese in unsere Elektro-Carsharing-Flotten integrieren.

MOBIKO bedankt sich bei Elisa Schön für den spannenden Austausch und für die interessanten Einblicke in den E-Carsharing-Service We Share sowie in das Corporate Venture UMI.

Weitere Informationen zu WeShare: https://www.we-share.io/

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