Millionen Deutsche stehen täglich vor der gleichen Frage: Wie komme ich am schnellsten, günstigsten, bequemsten und im Idealfall auch umweltschonendsten von A nach B? Gerade der eigene Pkw erscheint in Großstädten mit einer hohen Verkehrsdichte längst nicht mehr für jeden Bewohner zeitgemäß und alltagstauglich. Und auch der zu Arbeitszeiten überlaufene und häufig von Störungen geplagte öffentliche Nahverkehr ist nicht jedermanns Sache.

Billiger als das Taxi, komfortabler als der Bus und klimafreundlicher als das eigene Auto sind (Elektro-)Sammeltaxis. Sie erfreuen sich in deutschen Großstädten immer größerer Beliebtheit. Im Jahr 2019 waren es bereits doppelt so viele Fahrgäste wie 2018. Das Prinzip ist simpel: Per App bestellen sich Nutzer ein Shuttle an die nächste Straßenecke oder Haltestelle. Auf dem Weg zu ihrem Ziel sammeln sie oft noch weitere Fahrgäste mit ähnlicher Route ein. Die Fahrt und auch die Kosten werden damit geteilt. Ein Ansatz, auf den auch immer mehr Städte ihre Hoffnungen setzen, um das Verkehrsaufkommen zu senken und eine bessere Lebensqualität zu schaffen.

Fabio Adlassnigg ist Senior Manager Public Relations bei dem Elektro-RidePooling Anbieter CleverShuttle. Wir haben das Gespräch mit ihm gesucht, um zu erfahren, wie bequeme und umweltfreundliche Tür-zu-Tür-Mobilität mit dem RidePooling Anbieter CleverShuttle alltagstauglich wird.

Hallo Fabio! Freut uns, dich kennenzulernen. Erzähl uns doch kurz, wer ihr seid und woher ihr kommt.

Hallo MOBIKO! Wir sind der RidePooling-Dienst CleverShuttle. CleverShuttle wurde 2014 von den drei Freunden Bruno, Jan und Slava in Berlin gegründet. Zuvor studierten Bruno und Jan Wirtschaft in London und Paris. Ihr Wissen konnten sie anschließend bei Unternehmen wie Coca-Cola, Sony und der Deutschen Bahn in der Praxis vertiefen. Slava war als Diplom-Mathematiker in der IT-Beratung tätig. Mit der Gründung von CleverShuttle haben sich die Drei den großen Wunsch erfüllt, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen und damit etwas Gutes zu tun.

Seit der Unternehmensgründung im Jahr 2014 sind wir stark gewachsen. Allein das Berliner Team umfasst mittlerweile 200 Personen. Deutschlandweit sind wir derzeit 1.500 Kollegen. Dabei ist es wichtig zu erwähnen, dass alle unsere CleverShuttle-Fahrer festangestellt und sozialversichert sind, und erkennbar über Mindestlohn bezahlt werden.

Beeindruckend, was für ein rasantes Wachstum ihr bisher erreicht habt. Kannst du uns einen kurzen Überblick geben, wie euer Ride-Pooling-Service CleverShuttle für den Endnutzer funktioniert?

Sehr gerne. Unser RidePooling-Fahrservice fährt Personen bequem von Tür zu Tür. Wenn ein Nutzer über unsere App eine Transportanfrage einstellt, werden automatisch Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen gebildet, die ein ähnliches Ziel haben. Die Fahrt und der Preis werden so effizient geteilt. Der günstige Preis gilt aber auch, wenn es nicht zu einer geteilten Fahrt kommt. Natürlich achtet unser System darauf, dass sich die Fahrzeit nur um wenige Minuten erhöht – lange Umwege sind ausgeschlossen. Durch die Bündelung von Einzelfahrten wird der Straßenraum effizienter genutzt: Das spart Emissionen, verringert Lärm und entlastet die Straße.

Unser Service ist derzeit in Berlin, Leipzig, Dresden, München und Kiel verfügbar. Mit dem Start in Düsseldorf im Januar 2020 eröffnet CleverShuttle den sechsten Standort und weitet sein Angebot von umweltfreundlicher Tür-zu-Tür-Mobilität in Deutschland weiter aus.

Umweltfreundliche Tür-zu-Tür-Mobilität – eine schöne Stichphrase. Was zeichnet euch denn als umweltschonender Fahrdienst aus?

Wir sind vor allem aus zwei Gründen der umweltfreundlichste Fahrdienst auf dem deutschen Markt: Zum einen setzen wir ausschließlich auf umweltfreundliche Elektro- und Wasserstofffahrzeuge. Zum anderen wirkt das RidePooling-Prinzip (also das automatische Bilden von Fahrgemeinschaften) verkehrsreduzierend, da sich mehrere Parteien ein Shuttle teilen. Über die Bündelung ähnlicher Fahrstrecken können wir bis zu vier innerstädtische PKW-Fahrten mit herkömmlichem Verbrennungsmotor ersetzen.

Das bedeutet, ihr möchtet die Verkehrswende in Deutschland vorantreiben, in dem ihr eine bedarfsgerechte, komfortable und gleichzeitig nachhaltige Alternative zum eigenen Pkw schafft?

Wird von der Verkehrswende gesprochen, geht es fast ausschließlich um Millionen-Metropolen. Doch auch kleinere Städte versinken zunehmend im Verkehrschaos. Die Konsequenzen: verstopfte Straßen, Lärmbelästigung und schlechte Luft. Wir bei CleverShuttle denken die Personenbeförderung neu und machen Städte wieder lebenswerter. Deutschlandweit nutzen monatlich bereits rund 300.000 Personen unseren RidePooling-Fahrdienst, der per App buchbar ist. Damit ist der eigene Pkw nicht mehr alternativlos. Durch das Bündeln von Fahrgästen reduzieren wir den Verkehr und dank unserer leisen und emissionsfreien Shuttles verbessern wir gleichzeitig auch die Luft. So gestalten wir den Verkehr nachhaltiger und effizienter.

Neben Großstädten, wie Berlin, München, usw. freuen wir uns mit CleverShuttle auch den Kielern eine komfortable, kostengünstige und klimaschonende Alternative zum traditionellen Individualverkehr anbieten zu können. Und weitere Städte stehen schon in den Startlöchern!

Hipster-Valley oder Mobilitätshub der Zukunft? Was bedeutet der Standort Berlin für dich?

In vielen Köpfen herrscht noch immer das sehr klischeehafte Bild von Berliner StartUps, die getragen sind von Mitarbeitern mit Rauschebart, umgeben von Tischkickern oder Unmengen an Club-Mate Vorräten. Wenn auch das Bild durchaus überzeichnet ist, so hat es auch einen wahren Kern. Berlin ist Schmelztiegel von Innovation und Wissen. Als Unternehmen haben wir hier von Beginn an ideale Voraussetzungen vorgefunden. Dazu ist Berlin natürlich auch Mobilitätshauptstadt. Gibt es eine Stadt mit noch mehr Anbietern? ?

MOBIKO bedankt sich bei Fabio Adlassnigg für den interessanten Austausch und für die wertvollen Einblicke in den RidePooling Anbieter CleverShuttle.

Weitere Informationen zu CleverShuttle: https://www.clevershuttle.de/