Unterwegs in Hamburg. Wir wollen schnell, günstig, bequem und im Idealfall umweltschonend vom Schanzenviertel zur HafenCity kommen. Ein paar Knopfdrücke auf dem Smartphone und nach wenigen Minuten fährt ein gold-schwarzer Volkswagen-Elektro-Bus vor – progressiv und mit einem modernen Design. Wir steigen in den Bus ein und entdecken ein großes Display mit unserem Zielort, der Fahrtdauer und Informationen, ob weitere Passagiere auf unserer Fahrt hinzu steigen. Neben jedem Ledersitz gibt es USB-Anschlüsse. Zudem ist der Bus mit WLAN ausgestattet. Direkt neben dem Fahrer findet sich Platz, um größeres Gepäck zu verstauen. Andernfalls passen bis zu 6 Personen in das geräumige Fahrzeug von MOIA.

Für die Mobilität von morgen entwickelt: Das Mobilitätsunternehmen MOIA wurde 2016 gegründet, um mit seinen zukunftsweisenden Lösungen und Services den motorisierten Individualverkehr zu verringern, die bestehende Straßeninfrastruktur in urbanen Räumen effizienter zu nutzen und damit die Umwelt zu entlasten. Seit Juli 2018 teilen sich Personen in Hannover und seit April 2019 in Hamburg ein MOIA Fahrzeug, deren Start- und Zielposition in ähnlicher Richtung liegen. Per Ridepooling-App sendet der Nutzer eine Fahrtanfrage. Der Algorithmus des Systems ordnet sie in Sekunden einer bereits bestehenden Fahrt zu. Der Nutzer wird abgeholt und gemeinsam mit anderen Fahrgästen auf einer vollkommen dynamischen Route befördert. Bei seinem Angebot legt der Mobilitätsdienstleister MOIA großen Wert auf Bequemlichkeit und Verfügbarkeit, um sich mit den Vorzügen eines eigenen Pkws zu messen und somit eine ergänzende, umweltfreundliche Alternative im öffentlichen Nahverkehrssystem anbieten zu können.

Jennifer Langfeldt, ist seit Mai 2019 PR Managerin beim Ridepooling-Dienst MOIA. In einem spannenden Interview erklärt sie uns, wie sie mit dem Ridepooling-Angebot eine attraktive Fortbewegungsalternative zum eigenen Auto schaffen, und Städten damit helfen, ihre Verkehrsprobleme zu lösen als auch ihre Ziele in Punkto Nachhaltigkeit zu erreichen.

MOIA Fahrzeug

Hallo Jennifer, freut uns sehr, dich kennenzulernen. Kannst du uns kurz erzählen wer seid ihr und wo ihr herkommt?

Moin zusammen! Sehr gerne. Wir sind MOIA, ein junges Mobilitätsunternehmen von Volkswagen, das seit 2016 an den Standorten Hamburg und Berlin Mobilitätsdienstleistungen für den städtischen Raum entwickelt.

Nur ein Jahr nach unserer Gründung haben wir ein umfassendes Ridepooling-Konzept inklusive Fahrzeug entwickelt und in Berlin auf der TechCrunch vorgestellt. Gleichzeitig haben wir im Oktober 2017 unser erstes Ridepooling-Pilotprojekt in Hannover aufgesetzt, um Erkenntnisse für die weitere Entwicklung aus dem Realbetrieb zu ziehen. Seit Juli 2018 sind wir in Hannover im Regelbetrieb unterwegs und decken seit Februar 2019 auch das gesamte Stadtgebiet in Hannover. Damit ist MOIA der erste Ridepooling-Service, der eine deutsche Großstadt in Gänze abdeckt. Im April 2019 folgte mit Hamburg die erste Millionenstadt, in der auch unsere goldenen, vollelektrischen Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Seit unserer Gründung sind wir stark gewachsen: In unseren drei Büros in Hamburg und Berlin arbeiten zirka 250 MitarbeiterInnen, der Hauptteil im Bereich Software-Entwicklung. Zudem beschäftigt MOIA in Hamburg und Hannover, wo wir seit 2018 und 2019 im Regelbetrieb unterwegs sind, über 1.000 FahrerInnen.

MOIA Fahrzeug Innenansicht

Mit eurer Idee ging es richtig schnell auf die Straße. Kannst du unseren Lesern beschreiben, wie euer Ridepooling-Dienst funktioniert und welchen Mehrwert ihr Nutzern bietet?

Klar. Grundsätzlich bieten wir unseren Ridepooling-Service Hamburg und Hannover an. Beim Ridepooling teilen sich Personen ein Fahrzeug, die einen ähnlichen Weg haben. Kunden senden per App eine Fahrtanfrage. Unser dynamischer Algorithmus sorgt in Bruchteilen einer Sekunde dafür, dass MOIA-NutzerInnen mit ähnlichem Weg gemeinsam fahren können. Während der gesamten Fahrt steigen weitere Personen ein und aus. Indem wir Fahrten bündeln, die die Nutzer sonst allein gefahren wären, helfen wir, den Individualverkehr zu verringern und Emissionen zu vermeiden. Wer MOIA nutzt, fährt also bequem, günstig und umweltfreundlich durch die Stadt. Auf diese Weise möchten wir bei MOIA einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende in den Städten leisten. Wir sehen uns als Partner der Städte und des ÖPNV. Ridepooling ist ein neues Mobilitätsangebot für alle Menschen einer Stadt, das den ÖPNV und andere Mobilitätsangebote ergänzt. Dadurch schaffen wir Anreize für die Stadtbewohner, das eigene Auto auch mal stehen zu lassen. So helfen wir den Städten, ihre Verkehrsprobleme wie Luftverschmutzung, Stau, Lärm und Platzmangel zu lösen und ihre Nachhaltigkeits-Ziele zu erreichen.

MOIA Fahrzeug

In den letzten Jahren haben mehrere Ridepooling-Dienstleister und Anbieter mit artverwandten Ansätzen ihren Regelbetrieb in den Großstädten Deutschlands aufgenommen. Wie unterscheidet euch von euren Mitbewerbern?

Im Unterschied zu vielen anderen, taxiähnlichen Anbietern konzentrieren wir uns bei MOIA komplett auf Ridepooling. Dafür hat MOIA die gesamte Wertschöpfungskette inklusive App, Fahrzeug, Flottenmanagement und Ladeinfrastruktur konsequent auf den Zweck des Poolings hin entwickelt. Das sichtbarste Unterscheidungsmerkmal ist das Fahrzeug. Unser MOIA+6 wurde gemeinsam mit Nutzern in einem Co-Creation-Prozess optimiert. Er verfügt über sechs Plätze, High-Speed-Internet, USB-Ports sowie Leselampen und kann sich in Hinblick auf Bequemlichkeit mit dem eigenen Auto messen.

MOIA Fahrzeug vor Elbphilharmonie

Über 400.000 Registrierungen und rund 1,8 Millionen beförderte Passagiere sprechen dafür, dass ihr mit eurer Lösung absolut den Zeitgeist trefft. Warum wird euch die Welt auch in Zukunft brauchen?

Schon heute stellen globale Megatrends wie der Klimawandel und die fortschreitende Urbanisierung die Städte vor zunehmende Verkehrsprobleme wie Emissionen, Stau, Lärm und Platzmangel. Künftig werden aus unterschiedlichsten Gründen (wie politischen Restriktionen, Wertewandel und Digitalisierung) weniger private Fahrzeuge in den Städten gebraucht.

Mit unserem Ridepooling-Service wollen wir den Wandel mit gestalten und dabei helfen, den Individualverkehr zu verringern, die Straßenstruktur in den Städten effizienter zu nutzen, Emissionen zu vermeiden und damit die Umwelt zu entlasten.

München und Hamburg – wir finden, zwischen Elbe und Isar, Astra und Augustiner, Jungfernstieg und Maximilianstraße, Blankenese und Grünwald finden sich so einige Ähnlichkeiten. ? Aber was genau macht die Stadt Hamburg für dich und für MOIA aus?

Hamburg ist in mehrfacher Hinsicht eine ideale Stadt für MOIA. Sie ist in den letzten Jahren zu dem Mobilitäts-Hub in Deutschland geworden. Die Stadt Hamburg ist offen für Innovationen im Bereich der Mobilitätsdienste und hat den Willen, bestehende Probleme im Verkehr wie Staus, Lärm und Abgase zu lösen. Die Austragung des ITS 2021 in Hamburg unterstreicht diese Ambition.

Für mich persönlich ist Hamburg eine zweite Heimat geworden. Nach meinem Studium in Kiel bin ich vor acht Jahren zum Leben und Arbeiten nach Hamburg gezogen. Seitdem ist hier mein Lebensmittelpunkt. Ich liebe die Stadt, die vielfältigen kulturellen Angebote und Möglichkeiten.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei Jennifer Langfeldt für den spannenden Austausch und die interessanten Eindrücke über den Ridepooling-Dienst MOIA.

MOIA Logo

Weitere Informationen zu MOIA: 

Schon gewusst?

Ausgaben für Fahrten mit dem Ridepooling-Dienst MOIA können über die MOBIKO App kinderleicht beim Arbeitgeber eingereicht und damit erstattet werden:

Wie das genau funktioniert erfahren Sie hier: