Unsere Mobilitätswelt wandelt sich mit zunehmender Dynamik, nicht zuletzt durch das Coronavirus, das sich seit Ende 2019 weltweit ausgebreitet hat. Nahezu alle Bereiche des Lebens werden seither durch die Pandemie beeinflusst. Das Virus mischt dabei auch den Mobilitätsmarkt fundamental auf. Aber nicht nur die Corona-Pandemie, sondern auch globale Megatrends, wie die Digitalisierung, Individualisierung und Urbanisierung verändern die Art wie Menschen leben und sich fortbewegen.

Der Mobilitätswandel stellt dabei auch Unternehmen vor die große Herausforderungen mit den Veränderungen und Innovationen Schritt zu halten und die flexible Mobilität ihrer Mitarbeiter zu fördern bzw. alle Mitarbeiterbedürfnisse in Sachen Mobilität unter einen Hut zu bekommen. Dabei setzen sich Arbeitgeber oftmals mit den gleichen Fragestellungen auseinander, wie etwa:

  • Welche Verkehrsmittel werden von Mitarbeitern bevorzugt, um täglich zur Arbeit zu pendeln oder in der Freizeit mobil zu sein?
  • Sind Sharing-Angebote überhaupt relevant für Unternehmen?
  • Wie nachhaltig bewegen sich Mitarbeiter von A nach B fort?
  • Lässt sich „grüne“ Mobilität durch Anreize incentivieren?
  • Und wie viel Euro geben Mitarbeiter im Durchschnitt für die Nutzung bestimmter Verkehrsmittel aus?

Diese und viele weitere Fragen klären wir in unserem neuen Mobilitätsreport 2020 und geben einen Überblick über das Mobilitätsverhalten von Mitarbeitern. Den kompletten Report jetzt ganz einfach und kostenlos herunterladen.

Shared Mobility: Wenn Nutzen Besitz ablöst

War früher das Auto noch das allumfassende Statussymbol und der Inbegriff der Fortbewegungsmöglichkeit, um von A nach B zu kommen, erweist sich das eigene Fahrzeug im urbanen Umfeld zunehmend als alltagsuntauglich, kostenintensiv sowie weniger flexibel und umweltfreundlich im Vergleich zu manch anderen Mobilitätsalternativen. Zudem zeigen sich immer größere Tendenzen eines steigenden Umweltbewusstseins bezüglich Klimawandel und lokalen Emissionen, zunehmender Mobilitätsarmut sowie dem Wunsch nach einem grünen Stadtumfeld mit hoher Lebensqualität. Die Politik, Städte, Kommunen, aber auch Automobilhersteller sowie Verkehrs- und Mobilitätsdienstleister reagieren auf diese Herausforderungen und Trends. Seit einigen Jahren wird die Infrastruktur erweitert und angepasst: Radwege, Park- & Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge aber auch der Einsatz von Elektrofahrzeugen im ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) werden zunehmend ausgebaut. Sharing-, Pooling-, On-Demand-Dienste – um die neuen an Mobilität gerichteten Bedürfnisse abzudecken, etablieren sich auch stetig neue Formen der Fortbewegung, die versprechen, uns schneller, effizienter, umweltfreundlicher und oft auch noch komfortabler ans Ziel zu bringen. So weit, so gut, doch mit der immer weiter steigenden Anbietervielfalt nimmt auch die Dichte abgestellter Fahrzeuge auf den Straßen und Gehwegen zu, anstatt ihrem Ursprungsgedanken gerecht zu werden, das Fahrzeugaufkommen in den Städten zu reduzieren.

Betriebliche Mobilität braucht zukunftsorientierte und integrierte Ansätze

Ist es als Privatperson schon kein leichtes Unterfangen sich durch den alltäglichen Mobilitätsdschungel zu schlagen, gestaltet sich die Situation für Arbeitgeber noch schwieriger. Unternehmen mit Sitz in urbanen Räumen tun sich schwer, auf die sich stetig ändernden und unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen ihrer Mitarbeiter mit einem passenden Angebot zu reagieren. Oftmals steht nur einem Teil der Belegschaft eingeschränkte Optionen zur Verfügung. Neben sich geänderten Mobilitätsbedürfnissen innerhalb der Belegschaft, müssen sich Firmen auch mit den steigenden administrativen Kosten für die Verwaltung der in unterschiedlichsten Formen in Anspruch genommenen Mobilitätsservices von Mitarbeitern auseinandersetzen, die durch die weiterhin wachsende Mobilitätsvielfalt immer größer werden.

Zusätzlich steigt auch der soziale sowie gesellschaftliche Druck auf die Unternehmen, ihre CSR (Corporate Social Resonsibility) Strategien zu überdenken. Im Zeitalter des Klimawandels fungieren sie als Vorbilder, um Anreize für ein nachhaltiges Verhalten ihrer Mitarbeiter zu schaffen – ob auf dem Arbeitsweg oder im privaten Kontext. Unternehmen stellen sich vielen Fragen, um den richtigen Ansatz für ihre betriebliche Mobilität zu finden: Welche Verkehrsmittel wählen Mitarbeiter wirklich, wenn sie die freie Wahl haben und dabei finanziell von ihrem Arbeitgeber im gleichen Zuge unterstützt werden? Sind Sharing-Angebote überhaupt relevant für Unternehmen? Und wie viel Euro geben Mitarbeiter im Durchschnitt für die Nutzung bestimmter Verkehrsmittel aus? Wie nachhaltig bewegen sich Mitarbeiter von A nach B fort und kann klimaschonendes Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter durch Anreize nachweislich gesteigert werden?

Mitarbeitermobilität wird individueller, intermodaler und klimafreundlicher

In unserem MOBIKO Mobilitätsreport 2020 haben wir das Mobilitätsverhalten von Mitarbeitern betrachtet und spannende Fakten sowie Erkenntnisse zusammengefasst. Dazu wurden rund 15.000 eingereichte Belege im Zeitraum von April bis Dezember 2019 ausgewertet. Im Rahmen unseres Mobilitätsbenefits MOBIKO haben Mitarbeiter in urbanen Regionen im gesamten DACH-Raum Belege für ihre im In- oder Ausland entstandenen Mobilitätsausgaben eingereicht und einer von insgesamt 15 unterschiedlichen Mobilitätskategorien zugeordnet. Alle dabei entstandenen Daten wurden datenschutzkonform behandelt und anonymisiert ausgewertet.

Spitzenreiter mit einem Gesamtnutzungsanteil von 32% und damit die beliebtesten Fortbewegungsmittel sind nach wie vor die Verkehrsmittel der Mobilitätskategorie ÖPNV, wie etwa Straßenbahnen, Busse, U-Bahnen, S-Bahnen und Nahverkehrszüge (Berechnung basierend auf Höhe der Gesamtausgaben pro Mobilitätsbeleg).

Die Auswertung des Mobilitätsreports zeigt dabei, dass Mitarbeiter im Durchschnitt 17€ für die Nutzung des ÖPNV ausgeben. Daraus lässt sich schließen, dass Mitarbeiter ihr Budget nicht nur für Abo-Tickets ausgeben, sondern auch Einzel- und Streifenkarten kaufen, da sie das restliche Budget für andere Mobilitätsdienstleister nutzen möchten. Bestes Beispiel: Im Sommer wird vermehrt auf das Fahrrad und den Kick-Scooter gesetzt wohingegen im Winter die beliebte Monatskarte für den ÖPNV zum Einsatz kommt. 

Im Vergleich zu den Auswertungen im Vorjahr wird der Modalsplit zunehmend vielfältiger, zumal immer mehr Shared Mobility Angebote in den Markt eintreten, als auch bestehende Mikromobilitätsanbieter ihre Geschäftsgebiete erweitern. 32% aller in 2019 eingereichten Belege sind der Shared Mobility, wie etwa dem Car-, Scooter-, und Bikesharing sowie der Mobilitätskategorie Mietwagen zuzuordnen (Berechnung basierend auf der Anzahl eingereichter Mobilitätsbelege).

Neben rege genutzten Carsharing-Angeboten, sind auch die ab dem Sommer 2019 auf öffentlichen Straßen zugelassenen elektrisch angetriebenen City-Roller, sogenannte E-Tretroller oder E-Scooter, auf dem Vormarsch. Nach der Zulassung und Markteinführung erfreuten sich diese hoher Beleibtheit, inbesondere begünstigt durch die hohe Verfügbarkeit und Annehmlichkeit, kurze Strecken schnell und relativ komfortabel überwinden zu können. Im Vergleich zum Bikesharing werden E-Scooter von den MOBIKO Nutzern deutlich häufiger genutzt, obwohl diese eine ähnlich hohe Verfügbarkeit haben und die vergleichsweise günstigere Mobilitätsvariante darstellen. Insgesamt lässt sich ein Viertel aller in 2019 getätigten Shared Mobility Fahrten auf den Mobility-Newcomer zurückführen.

Allgemein können wir durch die Nutzung von MOBIKO einen wichtigen Trend erkennen: immer mehr Mitarbeiter setzen auf nachhaltige, umweltschonende Verkehrsmittel: Rund 2/3 betrug der Anteil an grüner, steuerfreier Mobilität am gesamten Mobilitätsmix, nach stetig zunehmender Nutzung nachhaltiger Mobilitätsarten über das Jahr 2019 hinweg (Berechnung basierend auf der Anzahl eingereichter Mobilitätsbelege). Nicht zuletzt wird diese Entwicklung unterstützt durch die Möglichkeit der steuerfreien Erstattung bestimmter Mobilitätstypen. Mit MOBIKO kann also nachweislich ein Anreiz gesetzt werden, um Mitarbeiter zu einer vermehrten Nutzung von nachhaltiger Mobilität zu incentivieren. Ganz getreu unserem Motto: Grüner fahren, Steuern sparen. 

Weitere spannende Fakten und Erkenntnisse finden Sie im vollständigen MOBIKO Mobilitätsreport 2020.

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