Fünfmal die Woche ins Büro und nach Hause pendeln. Für ein Meeting, einen Kundentermin oder eine Konferenz zum Flughafen flitzen, um von München nach Hamburg und im Anschluss direkt zurück zu fliegen – so sah der Arbeitsalltag für viele in Deutschland vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie aus und wirkte zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr zeitgemäß. Das Thema Nachhaltigkeit holte Unternehmen bei der Gestaltung der betrieblichen Mobilität zunehmend ein. Nicht zuletzt wollten auch immer mehr Mitarbeiter klimafreundlich unterwegs sein. Doch dann kam die Krise – und mit ihr die Beschränkungen und vielen Fragen rund um das Thema Mitarbeitermobilität:

Wie werden sich Mitarbeiter fortbewegen, während der Pandemie und wenn das Wirtschaftsleben nach dem Lockdown wieder hochfährt? Wird unser Mobilitätsverhalten dauerhaft anders aussehen, weil viele Mitarbeiter im Home-Office bleiben und auf Geschäftsreisen größtenteils verzichten? Werden Berufstätige statt auf den Bus eher auf ihr Fahrrad steigen oder werden sie nun jeden Morgen ihr bislang meist geparktes Auto nutzen? Werden Bahnen auch nach Corona leerer sein, weil viele aus Angst vor einer COVID-19-Infektion oder anderen Krankheiten lieber mit dem Fahrrad oder dem eigenen Auto fahren? Was wird aus geschäftlichen Flugreisen und neuen Mobilitätsformen, wie Carsharing, Ridesharing und Elektroroller – spielen diese Mobilitätsformen überhaupt noch eine große Rolle für das betriebliche Mobilitätsmanagement?

Wendepunkt 2020: Wie Corona die betriebliche Mobilität verändert

Flatten the curve, Lockdown, Social Distancing: Die Corona-Pandemie hat unser tagtägliches Mobilitätsverhalten maßgeblich beeinflusst. Auch Unternehmen sind durch sie gefordert, das Thema Mobilität neu zu justieren, um nun insbesondere die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen. Nicht nur unzählige, aber notwendige Wege im privaten Kontext der Mitarbeiter, auch das Pendeln zum Arbeitsplatz, sowie viele Dienstreisen, konnten in den vergangenen Monaten nicht mehr mit den gewohnten Verkehrsmitteln zurückgelegt, gar nicht erst angetreten werden oder wurden sogar komplett abgesagt. 

So hat Corona beispielsweise auch den weltweiten Flugverkehr lahmgelegt. Laut Statista, dem deutschen Online-Portal für Statistik, starteten am 10. August 2020 weltweit 413.436 Flugzeuge. Genau ein Jahr zuvor waren es noch 793.078 Starts. Das entspricht einem Minus von 48 Prozent. Die Flugverkehr-Talsohle war am 4. Mai 2020 erreicht – hier betrug das Minus gegenüber dem Vorjahrestag 70,1 Prozent. Erst seit die ersten Corona-Vorschriften gelockert wurden, nehmen die Flugzahlen langsam wieder zu.

Und ausgerechnet im öffentlichen Personennahverkehr, dem Herzstück einer klimafreundlichen, ressourcenschonenden Mobilität, fühlen sich viele Menschen nicht mehr wohl und sicher. Bei Bussen, Straßen-, U- und S-Bahnen sind die Passagierzahlen massiv zurückgegangen. Im März und April diesen Jahres sei die Zahl der Fahrgäste in vielen Städten und Gemeinden um bis zu 90 Prozent eingebrochen, so der Deutsche Städte- und Gemeindebund. Zumal durch die Ausbreitung des Virus auch die Fahrpläne stark eingeschränkt, und in einigen Regionen sogar komplette Linien vollständig eingestellt wurden. Doch auch nach den Lockerungen seien nur etwa 20 bis 40 Prozent der sonst üblichen Fahrgäste mit Bus und Bahn unterwegs, während das Angebot bereits wieder bei nahezu 100 Prozent des Normalfahrplans liege. Wer regelmäßige Arbeitswege oder notwendige private Fahrten im Alltag zurücklegen muss, verzichtet angesichts der erhöhten Ansteckungsgefahren auch weiterhin häufig auf die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Dass sich in Zeiten von Corona die Präferenz in der Transportmittelwahl überwiegend auf die individuelle Mobilität verschiebt, spüren auch die neuen Mobilitätsdienste wie Ride-Hailing-, Carsharing- und Mikromobilitätsdienstleister. Sie alle müssen sich mit starken Nachfragerückgängen auseinandersetzen. Vieles deutet darauf hin, dass das persönliche Auto und auch das Fahrrad als “Gewinner” aus der Krise hervorgehen werden. Wenn es um den Sicherheits- und Wohlfühlfaktor geht, weist der privat genutzte PKW oder das eigene Rad gegenüber anderen Verkehrsmitteln in der jetzigen Zeit einen klaren Vorteil auf.

Im Gegensatz zum gesunden und umweltfreundlichen Fahrrad-Hype, konkurriert das unerwartete Revival der PKW-Nutzung für viele Unternehmen und Kommunen jedoch mit deren Plänen, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren, sowie ihren ökologischen Zielen im Sinne nachhaltiger Mobilität. Umweltbelastende Abgase, verstopfte Straßen und gestresste Mitarbeiter stellen Unternehmen zunehmend vor die Herausforderung, die Mobilität der eigenen Belegschaft flexibel, nachhaltig und gleichzeitig krisensicher zu gestalten.

Quo vadis betriebliches Mobilitätsmanagement – Zoom statt Jetset?

Die aktuelle Krise ist gleichzeitig auch eine große Chance für Innovationen und beschleunigt die Neuausrichtung der Mobilität seitens der Unternehmen. Der Corona-bedingte Lockdown hat in vielen Unternehmen Schwachstellen aufgedeckt, die durch die Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen und Arbeitsabläufen, sowie durch eine entsprechende technische Infrastruktur zum mobilen Arbeiten hätten reduziert werden können. Gerade jetzt zeigt sich beispielsweise, welchen Mehrwert digitale Lösungen wie Telefon- und Videokonferenzen, sowie eine entsprechende Ausstattung des Arbeitsplatzes Zuhause mit sich bringen. Zumal sich Mitarbeiter enorm viel Geld und Zeit sparen, die sonst an Bahnhöfen, Flughäfen, etc. vertrödelt wird, und schützen nebenbei auch noch die Umwelt.

Doch auch wenn sich dadurch die Mobilität der Mitarbeiter immer mehr in den privaten Kontext verschiebt, ist nicht für jedes geschäftliche Treffen der virtuelle Raum der richtige, auch da sind sich viele Arbeitgeber einig. Fest steht, dass Online-Meetings und -Konferenzen den persönlichen Kontakt nicht vollständig ersetzen können. Es gibt Berufe, in denen muss man pendeln und reisen, wie etwa viele systemrelevante Berufsgruppen, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Dienstleistung Vorort erbringen oder im direkten Kundenkontakt stehen.

Die betriebliche Mobilität flexibel, nachhaltig und krisensicher auszurichten ist ein wichtiges Element der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben, mit dem sie zudem auch eine relevante Vorreiter- und Vorbildfunktion einnehmen können.

Mobilität flexibilisieren. Gesundheit schützen. Nachhaltigkeit fördern.

Mobilität entscheidet darüber, ob wir unsere beruflichen und privaten Ziele erreichen und damit unsere Lebens- und Arbeitsqualität steigern können. Um Mitarbeiter flexibel mobil zu halten, ihre eigene Gesundheit zu schützen und in Puncto Nachhaltigkeit zu unterstützen, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes für das betriebliche Mobilitätsmanagement von Unternehmen, der neben dem Arbeitsweg und geschäftlichen Reisen auch die private Mobilität von Mitarbeitern abdeckt.

Im besten Fall sogar so, dass Mitarbeiter je nach Lebensphase und -umstände, ihren beruflichen und privaten Alltag als auch ihre Ziele einfach unter einen Hut bekommen. Idealerweise läuft das Handling über eine zentrale, digitale Mobilitätsplattform, die je nach den spezifischen Anforderungen des Unternehmens sowie individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter konfiguriert und jederzeit anpassbar ist.

Genau hier setzen wir mit MOBIKO an und sind dabei bestrebt, unsere Lösungen stetig auf die Bedürfnisse und Anforderungen von Unternehmen sowie ihren Mitarbeitern auszurichten. Um die durch Corona veränderten Mobilitätsbedürfnisse und -anforderungen zu evaluieren und neue, relevante Features bei MOBIKO anbieten zu können, ist Ihre Meinung hierzu sehr wertvoll für uns.

Teilen Sie Ihre Meinung mit uns und nehmen Sie an unserer Umfrage (Dauer: <1 Min.) teil und zeigen Sie auf, welchen Anforderungen Arbeitgeber in Bezug auf Mobilität Ihrer Meinung nach gerecht werden sollten.

Herzlichen Dank für Ihren Input und die Teilnahme an unserer Umfrage im Voraus.

Ihr MOBIKO Team ❤️