Lokal, elektrisch, bunt: Mit Dott startete im vergangenen Jahr das siebte E-Tretroller-Sharing in Deutschland. Nach Tier Mobility, Circ, Lime, Bird, Jump und Voi brachte das niederländische Startup Dott seine E-Tretroller in mittlerweile fünf Städten hierzulande auf den Markt und tritt im Vergleich zu seinen Mitbewerbern den Beweis an, dass das Verkehrsmittel doch nachhaltig sein kann. Dott grenzt sich dabei mit Ökostrom, umweltfreundlicher Verteilung und einem Wechselakkusystem ab. Vor allem lebendige, auto- und schadstofffreie Innenstädte sind das forcierte Ziel des E-Scooter Startups und legt dabei gleichzeitig großen Wert darauf, neue Städte nicht maßlos zu überfluten, sondern nachhaltig, intelligent und bedarfsgerecht mit E-Scootern zu versorgen.

Das Mobilitätskonzept E-Scooter-Sharing ist und bleibt auch in der derzeitigen Lage eine relevante Mobilitätsalternative um flexibel, komfortabel und unbesorgt unterwegs sein zu können. Trotz der aktuellen Ausnahmesituation und zahlreichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellte das Mobility Startup Dott seinen Service ganz bewusst nicht ein – insbesondere um einen Beitrag zur Entlastung zu leisten. Mit Erfolg: Einzelne Scooter-Fahrten sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie länger geworden. Vor allem unter der Woche und dabei vor allem zu Berufsverkehrszeiten wird generell mehr gefahren, was auch auf eine vermehrte Nutzung der E-Tretrollen durch Pendler schließen lässt.

Dasselbe in grün, oder steckt noch mehr hinter dem etwas anderen E-Scooter Anbieter aus Amsterdam? Wir haben Jimmy Cliff, General Manager DACH bei Dott, bei einem Interview kennengelernt und einen spannenden Blick hinter die Kulissen des niederländische Startups Dott geworfen.

Hi Jimmy! Wir freuen uns sehr, dich kennenzulernen. Als General Manager DACH bei Dott kannst du uns zu Beginn sicher erzählen, wer ihr genau seid und woher ihr kommt?

Hallo MOBIKO! Natürlich. Wir sind Dott, ein nachhaltiger Anbieter von e-Scootern mit Hauptsitz in Amsterdam, der es sich auf die Fahne geschrieben hat ein holistisches shared-Mobility Konzept zu entwickeln, das auf Langfristigkeit ausgelegt ist. Unsere bunten Roller sind mittlerweile in fünf europäischen Ländern erhältlich und wir beschäftigen rund 250 festangestellte Mitarbeiter. In Deutschland ist unser Hauptsitz in Berlin und wir operieren aus örtlichen Lagerhallen in München und Köln.

Im Jahr 2019 seid ihr in den deutschen E-Scooter Markt eingetreten. Wie hat sich euer Angebot seither entwickelt? 

Wir bieten mittlerweile e-Scooter in München, Augsburg, Köln und Bonn an. Unsere Flotten werden in naher Zukunft auch mit e-Bikes erweitert. E-Scooter sind für uns das ideale Verkehrsmittel für innerstädtischen Individualverkehr. Sie sind extrem sicher und halten sich mindestens 24 Monate im Einsatz, da wir durch eigene Mechaniker nicht auf die überdurchschnittliche Verwendung von neuen und teuren Ersatzteilen angewiesen sind. Neben den e-Scootern entwickeln wir auch unsere App eigenständig, um diese dann nach und nach für weitere Verkehrsmittel öffnen zu können.

Gibt es bestimmte Zielgruppen, die ihr bei Dott vorwiegend adressiert?

Nein. Dott ist für alle da! Entscheidend bei unserem Ansatz ist, dass wir einen enormen Aufwand darauf verwenden, dass Dott Fahrzeuge von möglichst allen Teilen der Gesellschaft als festen Bestandteil ihres Alltags integriert werden. So konzentrieren wir uns besonders auf den Nachhaltigkeitsaspekt, indem wir beispielsweise 100% Ökostrom verwenden und dadurch seit 2019 bereits klimaneutral sind. Unsere Kunden erleben dadurch einen Service, der sie nicht nur zuverlässig und sicher zu ihren Zielen bringt, sondern sie bewegen sich auf Dott Rollern umweltschonend fort.

Wenn ihr eine Resonanz zieht, wie wird euer Service in Deutschland bisher angenommen? Welches Feedback erreicht euch von euren Nutzern?

E-Scooter sind in Deutschland erst seit Kurzem in Großstädten zu finden. In Deutschland haben wir generell sehr positives Feedback auf unseren Service erhalten. Die Nutzer begrüßen bei uns vor allem die stabile und stylische Hardware, unsere proprietäre Software und schätzen, dass wir uns sehr für die lokalen Communities einsetzen.

Schon ein Blick auf die Straße verrät, dass ihr nicht die einzigen E-Scooter Anbieter hierzulande seid. Wie schafft ihr es, euch in diesem hart umkämpften Markt von euren Mitbewerbern zu differenzieren? 

Unsere Strategie unterscheidet sich grundlegend von unseren Wettbewerbern und ist insbesondere auf Langfristigkeit ausgelegt. So expandieren wir sehr bedacht, um unsere Profitabilität und damit die Arbeitsplätze unserer allesamt festangestellten Mitarbeiter nicht zu gefährden. Im Vergleich zu unseren Mitbewerbern setzen wir auch nicht auf die Zusammenarbeit mit sogenannten „Juicern“ – also Privatleute, die mit den Rollern zu sich nach Hause fahren und sie an eine Steckdose anschließen. Wir beschäftigen unsere eigenen Teams von Anfang an. Darüber hinaus ist das Thema Nachhaltigkeit bei all unseren Entscheidungen von höchster Priorität. Das Aufladen unserer Roller und Elektroautos, die zum Tausch der Akkus eingesetzt werden, erfolgt mittels 100% Ökostrom. Außerdem achten wir sehr auf unseren ökologischen Fußabdruck und haben uns für eine Logistik ohne Flugfracht entschieden. Für Geschäftsreisen innerhalb von Europa vermeiden wir ebenfalls Flugzeuge. Mit diesem Vorgehen sind wir bereits seit Januar 2019 klimaneutral.

Lass uns auch einen kleinen Blick in die Zukunft werfen. Was glaubst du: warum braucht euch die Welt in der Zukunft? Wie sieht die Mobilitätswelt der Zukunft aus und welchen Platz wollt ihr darin einnehmen?

Unsere Innenstädte schreien förmlich nach Alternativen für Privat-PKW. Der Trend weg von einem eigenen Fahrzeug, hin zu maximaler Flexibilität wird durch den Einsatz von möglichst attraktiven shared-Mobility Konzepten wie unserem gefördert. Wir setzen uns dafür ein, dass der Privat-PKW in den Innenstädten unserer Zukunft eine untergeordnete Rolle spielt und eventuell bessere gemeinsame Mobilitätslösungen vorrangig das Stadtbild prägen. Dott wird dabei einen festen Bestandteil darstellen.

Was bedeuten die Städte München, Augsburg, Köln und Bonn für euch – warum habt ihr diese Standorte für den Markteintritt in Deutschland ausgewählt?

München: die traditionsreiche Landeshauptstadt bietet den optimalen Einsatzort für unsere Roller. Die gute Verkehrsinfrastruktur erlaubt es unseren Nutzern schnell von A nach B zu kommen. Vom Stachus nach Schwabing oder vom Viktualienmarkt nach Sendling. Für jeden Anspruch bietet Dott eine grüne Mobilitätsalternative in Großstädten wie z.B. München. Mit unserem lokalen Lager bedienen wir sowohl München als auch Augsburg. Mit unseren lokalen Mitarbeitern sind wir täglich nah dran am Geschehen und können auf die Mobilitätsbedürfnisse der Stadt und Bürger eingehen.

Rheinland: die rheinische Kultur ist so bunt wie unsere Roller – ein „perfect Match“. Das Zusammentreffen von Individuen mit ganz eigenen Mobilitätswünschen, aber gleichzeitig eine ausgeprägte Identifikation mit der Stadt (und in Köln mit unseren Veedeln) zeigt uns, dass wir hier als Katalysator eine integrative Rolle spielen können. Dabei möchten wir in den Dialog mit Bürgern und Städten treten und gemeinsam unsere Städte nachhaltig verändern.

Green Partnership: MOBIKO x Dott – warum ist die Kooperation aus eurer Sicht ein super „Match“, gerade auch für Mitarbeiter und insbesondere für MOBIKO Nutzer?

Gerade für B2B Partnerschaften haben wir einen verlässlichen Partner gesucht, der als Schnittstelle zwischen Unternehmen und uns als Mobilitätsanbieter fungieren kann. Wir sind sehr froh mit MOBIKO einen Partner gefunden zu haben, der nicht nur einen ausgezeichneten Service anbietet, sondern auch unsere Unternehmenswerte und unsere Vision, hin zu einer grüneren Zukunft für unsere Innenstädte, teilt.

Herzlichen Dank an Jimmy Cliff für das spannende Gespräch und für die wertvollen Einblicke in den Mobilitätsanbieter Dott.

Weitere Informationen zu Dott finden Sie hier: