Seit Corona über die Welt kam, ist eine der größten Krisen der Menschheit in den Hintergrund geraten: Der Klimawandel. Noch vor einem Jahr war das Thema allgegenwärtig, doch auch in Deutschland steht jetzt der Kampf gegen die Pandemie im Fokus. Beide Krisen weisen Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf. Beide Krisen machen nicht an Staatsgrenzen halt und können nur global bewältigt werden. Doch das kann nur gelingen, wenn jeder Staat, jedes Unternehmen, jeder Einzelne seinen Beitrag leistet. Während im Kampf gegen das Virus auch kurzfristige Lösungen greifen und ein neu entwickelter Impfstoff Hoffnung verspricht, erfordert die Bekämpfung des Klimawandels langfristige Lösungen und ein nachhaltiges Umdenken. Neben der Energieerzeugung, der Industrie und der Landwirtschaft, ist der Mobilitätssektor einer der größten CO2-Verursacher in Deutschland. Hier stehen neben den öffentlichen Trägern, vor allem auch die Unternehmen im Fokus. Es ist an der Zeit, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnehmen und als Vorbilder agieren, um Anreize für ein nachhaltiges Verhalten ihrer Mitarbeiter zu schaffen.

Um die richtigen Lösungsansätze zu finden braucht es Experten wie PROJECT CLIMATE, die anbieterunabhängig beraten, analysieren und konkrete Verbesserungsvorschläge formulieren und somit Unternehmen zu nachhaltigen Mobilitätsstrategien und Ansätzen stimulieren.

Als Green Mobility Startup mit Fokus auf Unternehmensmobilität interessieren uns natürlich die Ansätze und Herangehensweise unabhängiger Mobilitätsberatungen und wie diese neues Mobilitätsdenken auf Unternehmensseite kreieren. Bei einem spannenden Austausch mit Cathrin Weber, Consulting und Nachhaltigkeitsexpertin von der PROJECT CLIMATE GmbH, konnten wir spannende Einblicke in die Vision und Tätigkeitsfelder einer innovativen Mobilitätsberatung gewinnen.

Hallo Cathrin! Freut uns, dich kennenzulernen. Erzähl uns doch kurz, wer ihr seid und woher ihr kommt.

Hallo MOBIKO! Das heute 5-köpfige Team von PROJECT CLIMATE unterstützt verantwortungsbewusste Unternehmen und Institutionen, die einen glaubhaften Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen. Unsere Gründung erfolgte durch Felix von Zwehl im Jahr 2012 aus dem Antrieb heraus, sich aktiv am Klimaschutz – der größten Herausforderung unserer Generation – zu beteiligen. Das Thema Mobilität wählte Felix aus, weil in diesem Bereich in Sachen Klimaschutz am wenigsten vorwärts ging und weiterhin geht. Seitdem haben wir mit dem Eintritt von Moritz als Geschäftsführer unseren Standort in Stuttgart aufgebaut. Unser Team besteht aus einer bunten Mischung an Experten aus unterschiedlichen Branchen mit verschiedenen Erfahrungswerten – es eint uns alle jedoch die tiefe Überzeugung, dass wir uns dem Problem des Klimawandels widmen müssen, um als Social Entrepreneurs einen gesellschaftlichen Nutzen stiften zu können.

Kannst du uns kurz beschreiben, welche Dienstleistungen und Services ihr anbietet und wie diese entstanden sind?

Mit Leidenschaft entwickeln wir innovative Lösungen für unsere Kunden und ermöglichen dadurch neue Perspektiven, damit jeder einzelne seinen Beitrag zur Erreichung der globalen Klimaschutzziele leistet. Unser aktueller Fokus liegt dabei – neben der generellen Schaffung von Transparenz bzgl. CO2 Emissionen eines Unternehmens – auf der Unternehmensmobilität. Diese muss zukünftig nachhaltig, effizient und mitarbeiterfreundlich gestaltet werden. Bei dieser Betrachtung haben wir die Mobilität ganzheitlich im Blick: Fuhrparkmanagement, Geschäftsreisemanagement, Arbeitswegmobilität. Denn insgesamt ca. 30% aller CO2 Emissionen entstehen heute im Bereich der Mobilität. Unser konsequenter, datenbasierter Beratungsansatz analysiert schrittweise wie viele CO2 Emissionen aktuell im Unternehmen durch die Mobilität entstehen und wie diese zukünftig vermieden und reduzieren werden können. Wenn das nicht vollständig möglich ist, können Kunden ihre CO2 Emissionen mittels ausgewählter Klimaschutzprojekte bei uns auch kompensieren. Mit dieser zielgerichteten Vorgehensweise unterstützen wir unsere Kunden einen signifikanten Beitrag zu Erreichung der globalen Klimaziele zu leisten.

An welche Zielgruppen richten sich die Services von PROJECT CLIMATE und wie löst ihr deren Probleme und Herausforderungen mit eurem Angebot?

Grundsätzlich gilt: alle verantwortungsbewussten Unternehmen und Institutionen, die einen glaubhaften Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen. Wir helfen dabei das bisher unantastbare, traditionelle Feld der Unternehmensmobilität (da traditionell das Auto als Statussymbol gilt) unter Klimaschutzgesichtspunkten neu zu denken. Dafür erheben wir zunächst die notwendigen Daten und geben, basierend auf unseren Analyseergebnissen, zielgerichtete objektive Handlungsempfehlungen. Damit schaffen wir für unsere Kunden die Möglichkeit bisherige Denkmuster zu durchbrechen, faktenbasierte Entscheidungen zu treffen und zukunftsfähige Maßnahmen umzusetzen. Wir eröffnen unseren Kunden also neue „Möglichkeitsräume“ für die Mobilität.

Und so werden am Ende hoffentlich alle davon profitieren! Welches Feedback erreicht euch von euren Kunden/Nutzern?

Es freut uns sehr, dass – auch dank Fridays for Future – unser Service einen immer besseren Anklang findet, da sich die Unternehmen ihrer Verantwortung immer bewusster werden. Besonders geschätzt wird unser Zusammenspiel von faktenbasierten Analysen und pragmatischen Maßnahmen. Diese berücksichtigen neben dem Nachhaltigkeitsaspekt auch immer die Kosteneffizienz und Mitarbeiterfreundlichkeit. Denn ohne diesen funktionierenden Dreiklang werden Maßnahmen in Unternehmen nicht langfristig umgesetzt und können dann auch keinen wirklichen Beitrag leisten.

Wie genau differenziert ihr euch von anderen Mobilitätsberatungen? Was motiviert euch in der täglichen Arbeit?

Wir sehen Klimaschutz nicht als einen margengetriebenen Trend an, sondern sind aus tiefstem Herzen motiviert uns für die Erreichung der Klimaschutzziele einzusetzen. Wir sind davon überzeugt, dass jedes Unternehmen mit einer nachhaltigen Mobilität einen maßgeblichen Beitrag leisten kann und können an dieser Stelle mit unserem Fachwissen und den Erfahrungswerten unseren Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten. Die Mischung aus persönlicher Überzeugung, Expertenwissen und datenbasierten Konzepten macht’s.

Warum braucht euch die Welt in der Zukunft? Wie sieht die Mobilitätswelt der Zukunft aus und welchen Platz wollt ihr darin einnehmen? 

Die Welt braucht grundsätzlich noch mehr Überzeugungstäter, die bereit sind, ihre Gewohnheiten – auch im Bereich der Mobilität, egal ob privat oder beruflich – zu verändern. Ein Teil unserer Mission ist dann erfüllt, wenn alle Mobilität CO2-frei erfolgt und alle eingesetzten Ressourcen im Kreislauf immer wiederverwendet werden. Wir sind uns sicher, dass Mobilität die nächsten Jahrzehnte weiterhin ein sich wandelndes Feld sein wird, bei dem immer neue Entscheidungen mit dem Blick auf nachhaltige Aspekte getroffen werden müssen. Genau da sehen wir uns als aktive Teilnehmer.

Von Autostadt zu Autostadt: Kannst du uns noch zum Abschluss verraten, was Stuttgart für dich/ euch bedeutet – als Unternehmensstandort und persönlich?

Stuttgart bedeutet für uns am Puls der Diskussion zu sein. Eine Autostadt, in die ich persönlich vom schönen Bodensee kommend eigentlich nie ziehen wollte. Eine Stadt, die das Laufen/Fahrradfahren nicht nur durch die topografische Situation der städtischen Kessellage erschwert, sondern auch das Auto noch als Statussymbol nutzt. Sie zeigt uns immer wieder deutlich, dass trotz der vielen Fakten, der Mobilitätswandel leider eine (zu) lange Zeit benötigt. Wir hoffen, dass die Stadt Stuttgart, die Unternehmen und auch Einwohner die Dringlichkeit des Klimaschutzes noch stärker anerkennen und durch Offenheit, Mut für Neues und Innovationskraft den Schritt der zukunftsfähigen Mobilität gehen. Und zwar schnell. 

Herzlichen Dank an Cathrin Weber für das spannende Gespräch und für die wertvollen Einblicke in die Mobilitätsberatung PROJECT CLIMATE.

Weitere Informationen zu PROJECT CLIMATE finden Sie hier: